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Transkript zu Episode 21: „Bei ‚Check die KI‘ ergänzen wir uns wunderbar. Genau das ist die Stärke des Verbunds von ARD, ZDF und KiKA.“
Monika Schweiger, Redakteurin der BR-Kinderredaktion, spricht mit Inka Kiwit über das „Checker EXTRA“ zum KiKA-Themenspezial „Check die KI“. Sie erzählt, warum Künstliche Intelligenz ein zentrales Medienkompetenzthema für Kinder ist, weshalb Orientierung, kritisches Denken und Neugier im Umgang mit KI so wichtig sind und wie in den Checker-Formaten Komplexes verständlich erklärt werden.
Inka Kiwit: Hallo, zu einer neuen Folge der „Triff KiKA – Werkstattgespräche“. Endlich reden wir über KI, über Künstliche Intelligenz. Die verändert gerade nicht nur, wie Inhalte entstehen, sondern auch, wie Kinder Medien erleben, Informationen einordnen und Entscheidungen treffen. Gleichzeitig ist das Thema unglaublich dynamisch. Jeden Tag kommen neue Anwendungen dazu, vieles funktioniert im Hintergrund und oft ist gar nicht mehr so leicht zu erkennen, was denn jetzt echt ist und was nicht.
Genau deshalb bündeln KiKA, ARD und ZDF ihre redaktionellen Kräfte und widmen dem Thema KI einen ziemlich großen, plattformübergreifenden Themenschwerpunkt. „Check die KI“, so heißt er. Im Zentrum stehen ein Livestream bei „Team Timster“, neue Folgen wie ein „Checker EXTRA“, eine Spezialfolge „PUR+“, „logo!“, „Die Sendung mit der Maus“ und vor allem eine neue kika.de-Themenseite, die Inhalte zu KI aus dem gesamten KiKA-Netzwerk zusammenführt.
Aber wie erklärt man Kindern ein Thema, das sich ständig verändert? Wie schafft man KI-Orientierung und wie vermittelt man Medienkompetenz in einer Welt, die immer stärker von KI geprägt wird? Darüber spreche ich mit Monika Schweiger, Redakteurin der BR-Kinderredaktion und verantwortlich für das „Checker EXTRA“ im KiKA-KI-Themenschwerpunkt „Check die KI“.
Hallo Monika, schön, dass du da bist.
Monika Schweiger: Hi Inka!
IK: Monika, ihr habt euch ja monatelang mit dem Thema KI beschäftigt. Was war denn dein KI-Aha-Moment? Gab es den?
MS: Ja, es gab einen Moment, der mich persönlich sehr berührt hat. Und zwar waren wir bei einem Recherchebesuch in der TU München und haben da die KI.Brille vorgeführt bekommen. Ich hatte die mal auf und hab gesehen, wie dezent man die auch ein- und ausschaltet, um Aufzeichnungen und Bilder zu machen. Und gleichzeitig hatte ich mich mit Grok befasst – das Elon Musk damals gestartet hatte, mit den Möglichkeiten die Bilder zu verändern und Videos zu generieren. Und in Kombination mit dieser Brille und dem Wissen, was diese Plattform möglich macht, dachte ich mir: Okay, das ist ein Problem.
IK: Ja, da bin ich komplett bei dir. Das ist ein Problem. Und da hängt ja noch viel mehr dran als nur neue Technik. Monika, warum ist KI ein absolutes Medienkompetenzthema und warum gehört es zu unserem Auftrag, darüber zu sprechen?
MS: Ja, du sagst es eigentlich schon. KI ist ein ganz zentrales Medienkompetenzthema geworden, weil sie einfach grundsätzlich verändert, wie Information, Bilder und Videos entstehen. Und eben auch, ob wir sie noch für glaubwürdig halten können. Die Kids erleben KI längst in ihrem Alltag und nutzen sie auch selbst. Und ich denke, meist ist ihnen dabei nicht klar, wie dieses Ergebnis eigentlich zustande kommt. KI kann einfach unglaublich hilfreich für sie sein und ihnen Spaß machen - also wie uns ja auch - doch gleichzeitig liegt sie oft total falsch. Und das gerade eben nicht so, dass man das bemerken kann, wenn man noch nicht so viel Wissen zu einem Thema hat, dass einem die Fehler auffallen können. Und weil Kinder ja ihr Weltwissen erst noch aufbauen, ist es für sie total schwierig, das zu beurteilen. Genau deshalb finde ich, gehört es zu unserem Auftrag, ihnen die Chancen und Risiken im Umgang mit KI verständlich zu machen und sie beim Prüfen und Entscheiden zu stärken. Und eben nicht mit erhobenem Zeigefinger und auch nicht, indem wir ihnen Angst machen, sondern so, dass sie neugierig bleiben und sich kompetent fühlen.
IK: Und wenn wir von diesem Auftrag jetzt auf eure redaktionelle Arbeit schauen: Ihr hattet beim BR bei den Checkern ja schon länger an einem „Checker EXTRA“ zu KI gearbeitet. Wann war für euch klar, das komplexe Thema KI, das passt nicht in einen normalen 25-Minuten-Check, dafür braucht es ein EXTRA, dafür braucht es 50 Minuten.
MS: Es war gar nicht so von Anfang an zwingend klar. Also wir hatten einen KI-Check gemacht vor längerer Zeit. Der ist natürlich relativ schnell veraltet gewesen, weil sich die Dinge so schnell entwickeln und da der Fokus auf die Technologien gelegt wurde. Und mit diesem Wissen im Kopf haben wir das Thema umhergetragen und dachten uns: Nein, es macht aber keinen Sinn, das ist nicht nachhaltig genug. Das KI-Thema ist zu dynamisch, wie du schon sagst. Aber natürlich hat es immer mehr an Relevanz gewonnen und es hat einfach so eine große Rolle inzwischen in unserer Lebenswelt und der, der Kinder, dass wir das Thema eigentlich nicht weiter umgehen wollten. Und dann haben wir uns so auf einer anderen Ebene damit befasst und haben gesagt: Okay, wir wollen uns nicht mit den konkreten Technologien auseinandersetzen, sondern es uns auf einer anderen Ebene angucken - auf der Ebene der Menschen. Was verändert das eigentlich mit uns? Was macht es mit unserer Entwicklung, unserer Persönlichkeitsentwicklung? Was macht es mit unserer Gesellschaft? Denn das sind ja Fragen, die es jetzt durch die rasante Entwicklung der KI gibt und die erstmal bleiben. Und als wir das dann als den Punkt für uns gefunden hatten, wie wir an das Thema rangehen wollen, war klar: Das ist eine komplexe Geschichte. Wenn wir als Checker jetzt auch noch mal das Thema KI heute aufmachen, wollen wir es auch relativ vollumfänglich machen. Dafür reichen uns nicht die 25 Minuten, hier brauchen wir mehr Raum, um die Komplexität darzustellen. Und darum haben wir uns für ein EXTRA entschieden, auch weil wir gern EXTRAS zu Themen mit sehr hoher Relevanz machen.
IK: Ja, deswegen also auch der Titel „Wie wird KI unser Leben verändern?“ Ist es bei dem Titel für das „Checker EXTRA“ auch geblieben?
MS: Ja genau, das „Checker EXTRA“ heißt „Checker EXTRA: Wie KI unser Leben verändert“. Das ist jetzt der finale Titel.
IK: Unsere Überlegungen in den Redaktionen haben sich ja ziemlich gut getroffen. Bei uns bei KiKA war klar, wenn das Thema so groß ist und Kinder an so vielen Stellen betrifft, dann braucht es mehr als ein einzelnes Format. Uns war die Beteiligung total wichtig. Bei „Team Timster“ setzt KiKA auf Partizipation, Fragen stellen, chatten, abstimmen, einfach aktives Mitdenken und ihr seid sofort mitgegangen. Ich liebe unser Netzwerk dafür.
Monika, eine der zentralen Fragen hinter „Checkt die KI“ lautet: Wie gehen wir mit einem Thema um, dass viele Erwachsene, so wie wir selbst, gerade erst verstehen und dass sich gleichzeitig ständig verändert. Was ist denn eure Antwort darauf in der Redaktion?
MS: Generell gucken wir immer, wie können wir das herunterbrechen, dass die Kinder es quasi von 0 verstehen. Also der Ansatz ist wirklich, du musst eigentlich so gut wie nichts wissen. Du bekommst komplett die Grundlage, das Fundament, was ist KI erklärt und darauf wird aufgebaut. Wie können wir sie da reinziehen in das Thema, wie können wir die Komplexität so darstellen, dass es für sie unterhaltsam und nachvollziehbar ist? Verstehen ist das A und O. Und ja, ich glaub wir haben da einen ganz guten Weg gefunden mit der Geschichte, die wir jetzt ausgewählt haben.
IK: Das heißt, ihr bildet die Basis, sodass Kinder super gut gerüstet sind, egal ob sich das Thema jetzt ständig verändert oder nicht?
MS: Genau. Unser Infoteil zu KI ist so grundsätzlich, dass er nicht durch schnelle Entwicklung verändert oder angefasst werden müsste. Und alles andere haben wir versucht so darzustellen, dass es für Menschen längere Zeit relevant bleibt. Wir haben natürlich ein paar Sachen ausfindig gemacht, wo wir gemerkt haben: Ok, es hat sich inzwischen tatsächlich auch schon wieder überholt, wie zum Beispiel Menschen prompten oder was da Tipps sind, usw. - haben wir identifiziert, müssen wir in manchen Punkten hinnehmen. Aber das große Ganze schafft einen grundsätzlichen Überblick und vor allem Orientierung im Sinne dieser angestrebten KI-Integrität. Also, wie kann ich die Chancen dieser neuen Technologie nutzen und wie sehr bin ich mir aber auch der Risiken bewusst und kann mit denen kompetent umgehen?
IK: Dann lass uns da mal tiefer reingehen in euer „Checker EXTRA“. Ihr stellt immer Checker-Fragen, auch im „Checker EXTRA“ und hier sind es die Fragen: Was ist KI - das Grundsätzliche, die Basis. Wir hatten es gerade schon. Macht KI uns dumm? Und kann man mit einer KI befreundet sein? Warum waren denn das für euch die richtigen Checker-Fragen?
MS: Die Checker-Fragen, die erfüllen ja verschiedene Funktionen in unserer Sendung. Also einmal geben sie eine gewisse Struktur, eine Gliederung – also eher so auf funktionaler/ redaktioneller Ebene. Andererseits gucken wir natürlich, was sind die Fragen, die Kinder stellen würden. Sie sind auch so ein bisschen Motivator. Sie fallen am Anfang und man bekommt so einen Ausblick darauf, was in der Folge alles geklärt wird. Deshalb sind sie gerne auch mal ein bisschen provokant, wie „Macht KI dumm?“. Und gleichzeitig bilden sie für uns hier drei wichtige Säulen ab, von dem, was wir behandeln wollten. Also einmal die sachliche Grundlage, die Informationen. Was ist KI? Wir sind da bei Aljoscha Burchardt, der Experte beim KI-Campus, der macht es wirklich hervorragend.
IK: Ihn werden wir übrigens auch im Chat haben bei uns am 15. September 2026.
MS: Das freut mich sehr. Also fantastischer Mann. Und ich hab gestern den Rohschnitt abgenommen - es macht wirklich Freude ihm und Tobi dabei zuzusehen, die Grundlagen der KI zu erläutern. Das ist, denke ich, eine wichtige Basis für alles, was darum noch thematisiert wird. Dann stellt sich natürlich die Frage, was wir erzählen wollten, was ist die Folge für uns? Wenn KI alles kann, was macht es dann mit uns, wenn sie uns so viel Denken abnehmen kann. Macht uns das auf die Dauer dumm? Und da ist es natürlich toll, dass wir zu Romy Lorenz ins Max-Planck-Institut fahren konnten und sie sich die Zeit genommen hat, das mit uns zu visualisieren, weil sie diese Hirnscans macht und wir dann auch mega spannend dieses Experiment mit Tobi im Hirnscan machen und er Aufgaben löst. Mal mit Hilfe von KI, mal ohne und das Ergebnis ist dann relativ klar. Und trotzdem natürlich ist die Frage zu plakativ und eine Wissenschaftlerin wie Romy Lorenz löst das auch entsprechend auf. Und der dritte Punkt ist einmal, dass wir das Sozial-Emotionale nicht vernachlässigen wollten. Freundschaft ist für Kinder ein Thema und Chatbots erfüllen so einiges, was man sich von Freunden wünschen kann. Und deshalb wollten wir einfach in diesem Selbstversuch von Marina zeigen: Wie ist es denn, sich mit einem Chatbot anzufreunden? Welche Dinge, die man an Freundschaft stellt, welche Erwartungen werden erfüllt und was sind die Kipppunkte, wo sich das alles schräg anfühlt oder wo wir auch dann in den eher riskanten Bereich abdriften. Das waren einfach die drei wichtigen Punkte, die wir abhandeln wollten - neben dem Faktencheck, der sich durch den Rahmen bedingt. Da kommen wir ja gleich noch mal drauf.
IK: Ja, die Rahmenstory, die sich durch den ganzen Film zieht: Da taucht plötzlich ein Video von einer ominösen Checkerin Kiki auf und Marina und Tobi versuchen herauszufinden, ob das überhaupt echt ist und wer dahintersteckt. Das Thema Fake – warum habt ihr euch für diesen Fake als roten Faden entschieden?
MS: Also Kiki war für uns die Idee, um in diesem Film reinzukommen, weil sie sowohl unsere Hosts natürlich erstmal emotional berührt. Und die sind ja Identifikationsfiguren für die Kids da draußen, die zugucken. Also da ist jemand, der sich ausgibt, Checker zu sein. Das ist nahezu Identitätsklau und gleichzeitig ist es auch etwas, das die Kinder, die sich für die Checker-Welt interessieren und sie kennen, auch persönlich berührt. Wieso ist da jemand, der da dazu gehören soll und ich weiß davon nichts? Wieso ist da etwas Neues? Das ist natürlich schon mal ein guter Hook, um reinzukommen. Was ist da los? Das weckt Interesse und Neugier und dann stellt sich ziemlich schnell heraus: Diese Person, die das behauptet, die gibt es gar nicht, die ist kein echter Mensch. Das ist ein generiertes Video, es gibt also tatsächlich statt dieser Person eine andere Person, die dieses Video hergestellt hat, um irgendwas zu bewirken. Wieso? Und das bringt uns zu diesem Detektivfall, der uns total gut durch die Folge zieht. Um herauszufinden, wie war das möglich, wieso überhaupt? Und dann ist diese Kiki-Rahmenstory ein super Strang, um die Themen anzuknüpfen, über die wir sprechen wollen.
IK: Fotos und Videos waren ja bisher lange etwas, den wir erstmal geglaubt haben. Im besten Fall – und ich rede jetzt bewusst in der Vergangenheit – waren sie ein Abbild der Realität und durch generative KI hat sich das einfach rasend schnell verändert. Ihr schaut euch dieses Kiki-Fake-Video im „Checker EXTRA“ gemeinsam mit Ann-Marie Utz von der DPA sehr genau an. Was lernen Marina und Tobi bei dieser Recherche? Was lernen wir alle daraus? Gibt es da schon Tipps?
MS: Ja, es gibt eigentlich sehr konkrete Tipps, auf die wir uns dann auch konzentriert haben. Wir müssen ja immer bei der Komplexität reduzieren, auch einen Fokus setzen und entscheiden, was wir erzählen, und Ann-Marie könnte natürlich vieles auch im professionellen Bereich erzählen. Wir haben uns entschieden, Dinge aufzuzeigen, die für die Kinder tatsächlich anwendbar sind. Und so checken Tobi, Marina und Ann-Marie erstmal auch viele andere Fake-Videos da draußen, die man kennt und gucken ganz genau hin: Was sind logische Fehler im Video, die darauf hinweisen, dass da irgendwas nicht passt? Also da platzen Aquarien und Menschen gehen daneben ganz entspannt weiter. Oder - man kennt diese Videos - Hasen, die kurz verschmelzen und vom Trampolin fallen. Einfach diese logischen Fehler aufgrund der eigenen Erfahrungswelt und Logik. Bildfehler ganz klassisch und dann aber auch die Komponente: Macht das hier gerade eigentlich viel zu viel Gefühl bei mir? Wollte hier irgendjemand gezielt bei mir ganz viel Gefühl auslösen? Es ist eigentlich zu krass oder zu lustig? Steckt da eine Absicht dahinter, dass man etwas für uns generieren konnte? Und natürlich dann der Absender. Und ich denke, diese drei Tipps sind eine gute solide Basis für Kids. Auch wenn klar wird, dass die generierten Inhalte immer besser werden und es immer schwieriger werden wird, sie so zu identifizieren. Und dass wir generell einfach diese grundlegende Skepsis an den Tag legen müssen.
IK: Grundlegende Skepsis, das ist ein ganz gutes Stichwort. Damit beschäftigen wir uns auch in der Redaktion ganz viel. Wie geht ihr denn mit dieser Balance um? Kinder sollen verstehen, dass nicht alles echt sein muss – grundsätzliches Misstrauen – aber sie sollen ja am Ende auch nicht denken: Ich kann eigentlich gar nichts mehr glauben, was ich sehe. Wie bekommt ihr diese Balance hin?
MS: Es ist eine schwierige Balance bei all diesen ernsten, schwierigen Themen. Ja, das kennst du wahrscheinlich auch aus der redaktionellen Arbeit. Wir hatten das jetzt gerade mit dem Klimakrisen-Check. Wir haben uns wirklich so viel Mühe gegeben, die Kinder zu informieren, ordentlich zu informieren, weil sie das möchten und weil das unser Auftrag ist. Und gleichzeitig wollen wir ihnen keine Angst machen, sondern wir wollen sagen: Das ist die Welt,in der wir leben, und das sind Wege, wie du gut damit umgehen kannst. Wir wollen ihnen das Gefühl geben, kompetent zu sein. Die Checker haben mir gezeigt, wie ich damit umgehen kann, wenn dies und jenes passiert. Oder auch - das sind Wege, wie die Gesellschaft mit diesen veränderten Bedingungen umgeht. Also es ist immer Orientierung und Hoffnung zugleich und das ist auch jetzt bei diesem Thema so. Wir stellen alles dar. Wir zeigen die Chancen, wir zeigen die Risiken und wir wollen ihnen das Gefühl geben, dass sie kompetent damit umgehen können, weil sie es können. Und über allem steht auch bisschen der Checker-Spirit. Dass das echte Leben, das menschliche Miteinander einfach so viel mehr Wert ist, als jede geniale Technologie.
IK: Checker Spirit – das hör ich zum ersten Mal, das finde ich sehr schön. Ihr seid ja bei KiKA das Check-Format und wir hören aus der Zielgruppe so oft: „Das weiß ich von den Checkern.“ Was kann denn so ein Selbstversuch wie der Hirnscan mit Tobi, wie ihr die Geschichte erzählt oder halt eben generell ein Experiment, besser vermitteln, als eine klassische Erklärung? Da seid ihr ja die Meister und Meisterinnen drin?
MS: Ja, wir achten bei den Checkern einfach darauf: Sind die Themen relevant für Kinder oder was wäre ein relevanter Zugang für die Kinder? Denn nur was sie interessiert, werden sie aufmerksam verfolgen. Und dann ist es unsere Herangehensweise, dass wir natürlich am liebsten Erlebnisse teilen. Echte, authentische Erlebnisse unserer Hosts. Geschichten erzählen, die Informationen anbieten. Wie zum Beispiel ein Experiment machen oder eine Aktion mit einem Spannungsbogen. Bei den Kindern das Denken und das Fühlen gleichermaßen ansprechen und sie einfach richtig gut unterhalten. Wir wollen ihnen eine gute Zeit geben, während sie Checker gucken: Und sie können sich trotzdem was mitnehmen, es bleibt ja auch offensichtlich einiges hängen. Ein großes Glück ist auch, dass unsere Hosts einfach Spaß machen und witzig sind für die Kinder. Dass das gut funktioniert und dass sie eher als coole, erwachsene Freunde wahrgenommen werden, als Lehrer.
IK: Ich freue mich sehr auf das „Checker EXTRA“. Noch habe ich es nicht gesehen, das wird sich bald ändern ab dem 15. September – die Premiere bei KiKA. „Check die KI“. Monika, lass uns zum Schluss noch einmal aufs Netzwerk schauen. Bei „Check die KI“ geht „Team Timster“ über den Chat direkt mit Kindern ins Gespräch, „PUR+“ schaut, warum unser Gehirn auf falsche Informationen hereinfallen kann. „logo!“ wird was zu KI machen und „KI mit der Maus“ bringt noch einmal die spielerische Perspektive rein. Ihr erzählt die große Checker-Recherche und auf der KiKA-Themenseite kommt das alles zusammen. Was gewinnt das Thema dadurch, dass so viele unterschiedliche Redaktionen bei KiKA, ARD und ZDF gemeinsam daran arbeiten?
MS: Es ist eine super Chance, weil wir alle unsere unterschiedlichen Stärken haben und unsere Perspektiven und unsere Herangehensweisen und so natürlich ein unglaublich vielseitiges, buntes Angebot für die Kinder da draußen schaffen können. Sei es die Plattform, die sie wählen oder den Zugang oder der Hosts, den sie präferieren. Ich glaube, wir ergänzen uns da wunderbar bei dem Thema, auch weil wir so früh im Austausch und in der Zusammenarbeit waren. Wir haben diesen einen großen Film geliefert, aber ihr rahmt es mit euren Möglichkeiten, die wir so nicht hätten. Und ich glaube in der Art und Weise kann das sonst niemand anbieten, außer wir in diesen Verbund von ARD, ZDF und KiKA.
IK: Das unterstreiche ich ganz genauso. Was wäre denn für dich der schönste Satz, den ein Kind nach dem Themenschwerpunkt „Check die KI“ sagen könnte?
MS: Es wäre schön genug für mich, wenn sie sowas sagen würden wie: Krass, was KI alles kann, aber die Welt checken wir Menschen trotzdem besser, oder?
IK: Sagt Monika Schweiger, Redakteurin der BR-Kinderredaktion und verantwortlich für das „Checker EXTRA“ zum Thema KI. Vielen Dank für das schöne Gespräch, Monika.
MS: Sehr gerne, liebe Inka.
IK: Schauen Sie sich also gerne auf der KI-Themenseite auf kika.de/ki um. Da finden Sie alle unsere Angebote zum Thema KI. Auch das „Checker EXTRA“. Und wenn sie mehr über unsere Formate und unsere Arbeit bei KiKA erfahren möchten, hören Sie gerne weitere Folgen der „Triff KiKA – Werkstattgespräche“ - bei ARD Sounds oder überall dort, wo es Podcasts zu hören gibt. Wir freuen uns auch sehr, wenn Sie uns Ihre Fragen, Ihr Feedback oder sogar Themenideen schicken. Besuchen Sie uns also gerne auch auf unserem KiKA-Kommunikationsportal unter kommunikation.kika.de, wo es auch alle Transkripte der Folgen zum Nachlesen gibt. Bis zur nächsten Folge, machen Sie es gut.
Zuletzt geändert am [ 10.09.2026 ]